Grundidee: für Eltern


Die Philosophie der Eine-Welt-Schule

Unsere Schule wird sich zu einem freien demokratischen Bildungsdorf entwickeln, zu einer Welt, in der wir lernen zusammenzuleben.

Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die in der Lage ist, ihre Gegenwart bewusst, kreativ und kooperativ zu gestalten. Dafür brauchen unsere Kinder einen Schulalltag, in dem das Mitdenken,  das Mitmachen und auch das Mitfühlen selbstverständlich dazu gehören. Die Kinder sind in der Eine-Welt-Schule aktiv gestaltende Mitglieder des Systems. Das bewusste Erleben steht bei uns im Vordergrund.

In einer lebendig lernenden Gemeinschaft geht es nicht um Einheitlichkeit. Es geht um den Einklang, der aus dem wohlwollenden Zusammenspiel unterschiedlichster Persönlichkeiten entsteht.

Wir sind weder in Idealen verhaftet, noch folgen wir fixen Ideen oder Sollzuständen. An der Eine-Welt-Schule geht es um den Versuch, unsere Welt so zu akzeptieren wie sie ist und gleichzeitig zu wissen und darauf zu vertrauen, dass wir uns immer weiterentwickeln. Die Verantwortung für die eigenen Lern- und Entwicklungsprozesse kann nur jeder selbst übernehmen.

Durch den lebendigen Schulalltag übernehmen die Kinder gerne Eigenverantwortung und erleben diese als ein stärkendes Gefühl. Wenn wir die Kräfte unserer Kinder ernst nehmen, werden sie schon früh als mündige Bürger in ihrer Gesellschaft immer selbstbewusster und selbstsicherer heranwachsen können. An der Eine-Welt-Schule ist jeder Lernender und Lehrender zugleich.

Es entsteht eine offene Lerngemeinschaft, ein sich ständig veränderndes und lernendes Ökosystem. Der systemische Gedanke, dass alles voneinander abhängt und sich gegenseitig beeinflusst, bildet den Hintergrund unseres gesamten Organisationsaufbaus.

 

Der Reichtum unserer Kinder

Unsere Kindheit stellt die Weichen für unsere Zukunft. Wenn wir an die Schulzeit denken, dann merken wir, welch entscheidenden Einfluss diese – noch Jahre und Jahrzehnte später – auf uns hat.

Für das eigene Leben mit Begeisterung zu lernen, ist ein innerer Reichtum, den wir schon als Kind mit auf die Welt bringen.

In der Eine-Welt-Schule nutzen wir diese natürliche Grundmotivation für den Lernalltag.

Im autonomen Handeln sammeln die Kinder eigene Erfahrungen und stärken ihr Selbstbewusstsein. Durch ihre Fähigkeit, die Bedeutung ihrer Umwelt für sie selbst wahrzunehmen, entwickeln sie den notwendigen Bezug zwischen sich und ihrer Umwelt. Hierbei stärken sie besonders ihren Selbstwert. Um Informationen zu reflektieren und Zusammenhänge zu verstehen, nutzen Kinder ihr kognitives Denkvermögen. Dieses ist für die Entwicklung ihrer Selbstsicherheit ausschlaggebend.

Das Zusammenspiel von Handeln, Fühlen und Denken, führt letztendlich zu der Entwicklung von Bewusstheit.

Die Eine-Welt-Schule orientiert sich mit ihrem Grundkonzept an interdisziplinären Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Forschung natürlicher Lernprozesse, Geisteswissenschaften, Pädagogik, Hirnforschung, (Lern-)Psychologie sowie der systemischen Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung.