Grundidee: für Eltern


Ziele, Konzept & Philosophie

Das bedeutende Ziel für unser Leben ist, die eigene besondere Individualität selbst zu erkennen und sich wirksam mit der Umwelt zu verbinden. Eine starke Gesellschaft beruht auf starken Individuen, daher legen wir in der EWS von Anfang an viel Wert sowohl auf die Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten als auch auf das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Die körperliche, seelische und geistige Fitness sind für uns die Basis für Erfolg. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die vielfältigen Talente in ihre unterschiedlichen Lebens-und Berufswege zu begleiten.

„Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen.“ Eine Verbindung zwischen Eltern und Schule ist wesentlich, um sich bei der Begleitung des Kindes hin zum Erwachsenen gegenseitig dabei zu unterstützen, die vielfältigen Seiten des Kindes mit einzubeziehen. Die EWS entwickelt sich zu einem facettenreichen, offenen Lebensraum, in dem Lernen zum Abenteuer wird. In der die Grenzen des eigenen Denkens immer wieder in Frage gestellt werden, neue Erkenntnisse und Erfahrungen zum Neu-denken, handeln und fühlen einladen.

Wenn Kinder erfahren, wieviel Freude Lernen macht, entsteht ein Nährboden für Lebenslanges Lernen. Dieses spielt in der Zukunft eine immer größere Rolle.

Unsere Schule wird zu einem demokratischen Bildungsnetzwerk, zu einer Welt, in der wir lernen zusammenzuleben und Vielfalt zu schätzen. In dieser lebendig lernenden Gemeinschaft geht es nicht um Einheitlichkeit. Es geht um den Einklang, der aus dem wohlwollenden Zusammenspiel unterschiedlichster Persönlichkeiten entsteht. Dabei folgen wir keinen fernen Idealen oder fixen Ideen bzw. Sollzuständen. Das Ziel besteht darin, das „Menscheln“ als natürlich anzuerkennen und zu lernen, damit umzugehen. Probleme tauchen im Leben immer wieder auf, das Ziel kann nur sein diese als Herausforderungen anzusehen und nach neuen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Durch den lebendigen Schulalltag bewegen sich die Kinder in einem klar strukturierten Freiraum, in dem sie Eigenverantwortung übernehmen müssen. Die Schüler*innen erleben und entwickeln Selbstwirksamkeit. Ein stärkendes Gefühl, dass sie ein Leben lang begleiten wird.

 

Die Anbindung an die Realität gehört zu unserem Konzept

Wir greifen auf eine fundierte Basis aus Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Erkenntnissen zurück. So kann ein offenes und lernfähiges Bildungssystem entstehen. Dieses besteht aus realitätsnahen Erlebnisräumen. Es entwickelt sich ein sich ständig veränderndes und lernendes Ökosystem. Der systemische Gedanke, dass alles voneinander abhängt und sich gegenseitig beeinflusst, bildet den Hintergrund unseres gesamten Organisationsaufbaus.

Inhaltlich orientieren wir uns am aktuellen Bildungsplan BW:

die Kinder erwerben Kompetenzen,  die auf ein mündiges Leben vorbereiten. Mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten sie zu diesem Ziel gelangen, ist den Schulen überlassen. Demokratische Strukturen werden dabei vorausgesetzt.“

Ziele der UNESCO:

„bis 2030 inklusive und chancengerechte Bildung für alle (…)“

Die gesetzlichen Vorgaben sind Teil unserer Wirklichkeit. Unser Ziel ist die erfolgreiche Umsetzung eines Konzeptes, das den aktuellen Bildungsauftrag des Kultusministeriums BW und der UNESCO erfüllt und sich wirksam mit dem natürlichen gehirngerechten Lernkonzept des Kindes verbindet. Denn dann stehen die Ziele unserer Gesellschaft im Einklang mit den wichtigsten Stakeholdern der Bildung: unseren Kindern.

 

Ein facettenreicher Lebensraum entsteht – Lernen im Netzwerk

Unsere Welt ist automatisch „inklusiv“ – Vielfalt und Andersartigkeit sind überall, vor allem in der Bildung. Die Komplexität unserer Lernprozesse ist weder in Kästchen noch in einheitliche Prozesse zu bringen. Unsere Welt besteht aus Gegensätzen. Aus natürlichen Spannungsfeldern von plus und minus, von gerecht und ungerecht, von einsam und gemeinsam, dies alles ist Teil unseres Lebens.

 Wichtige und nützliche Wegbegleiter durch die Prozesse des Lebens sowohl für Erwachsene als auch für Kinder sind Humor und Leichtigkeit.

Das System der Eine-Welt-Schule wird in seinen Strukturen bewusst als Netzwerkorganisation aufgebaut. Die Netzwerkorganisation kann als „Organisation mit autonomen Mitgliedern, die durch gemeinsame Ziele miteinander verbunden sind und koordiniert zusammenarbeiten“, beschrieben werden.

Innerhalb und außerhalb der EWS entsteht ein Bildungsnetzwerk. Bildung öffnet sich.

 

Spielend entwickeln wir unsere Lebenskompetenz

Kinder müssen nicht erst werden, sie sind schon

Im freien aber auch im organisierten Spiel lernen Kinder für ihr Leben (gern). Ihre angeborene Neugier und  ihr kindlicher Mut bilden die Basis für intrinsische Lernmotivation. Durch ein wachsendes Verantwortungsbewusstsein nutzen Kinder all ihre Lern- und Entwicklungsressourcen und stellen ihren eigenen Bezug zu den verschiedenen Lerninhalten und Kompetenzen her. Sie werden zu bewussten Mit-Gestaltern des Lebens.

Das Lernen in freien und organisierten Projekten/Spielen ist für die Entwicklung sozialer, emotionaler, kreativer und intellektueller Kompetenzen maßgeblich und auch sehr effizient. In kurzer Zeit erlernen die Kinder die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Fertigkeiten

Wenn wir die natürlichen Ressourcen der Kinder respektieren und ihre besonderen Persönlichkeiten wertschätzen, verfügen wir über eine Kraftquelle, mit der eine sehr nachhaltige Form von Bildung stattfinden kann. Dazu gehört, unseren Kindern die Vielfalt und die natürlichen Gesetze des Lebens zuzutrauen und ihnen das Ausprobieren unterschiedlichster Rollen und Erfahrungen zu ermöglichen.

 

Lernen in Projektform, reflektieren im Dialog

Um die Verbindung zwischen

herzustellen, lernen wir an der Eine-Welt-Schule in Projektform.

Im Alltag der Eine-Welt-Schule teilen die Erwachsenen ihre Erfahrungswerte auf Augenhöhe mit den Kindern. Der offene Austausch über eigene Gedanken, Impulse und Gefühle bildet die Basis der Lernbegleitung.

Authentische Beziehungen ermutigen Kinder in ihrer Neugier. Auch Erwachsene lernen noch jeden Tag dazu.

Beim intrinsisch motivierten Lernen geht es immer um den Aufbau erfahrungsgestützten Wissens. Es steht der eigene Wunsch im Mittelpunkt, etwas zu können oder zu erfahren, weil es einen eigenen Wert darstellt. Wir lernen aus einem tiefen geistigen und körperlichen Grundbedürfnis heraus: wir wollen verstehen, selbst etwas tun können und uns anerkannt fühlen.

An der Eine-Welt-Schule ist das Einholen und Aushalten von Feedback sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein wichtiger Teil der Lern- und Weiterentwicklungsprozesse. Die anschließende Reflexion über das erhaltene Feedback wiederum, ist ein persönlicher, innerer und daher subjektiver Lernprozess.  Dabei entscheidet der Lernende selbst, was genau er von der erhaltenen Rückmeldung für sich verwerten wird und was nicht.

Das persönliche Lerntagebuch begleitet die Schüler*innen bei diesen wichtigen kognitiven wie emotionalen Verarbeitungsprozessen.