Projektstand


Oktober 2026:


Nachdem Maja Modley ausgewandert ist, mussten wir uns erst einmal neu sortieren. Und weil unser Konzept im Juni noch beim Regierungspräsidium zur Prüfung lag, sind uns die pädagogischen Gründungspersonen abgesprungen – verständlich, wollten sie doch Sicherheit haben für ihre Zukunft.

Gleichzeitig fanden wir Georg Stenger als passionierten, klugen und tatkräftigen Mitstreiter.

Und wir merkten erst jetzt, wie kraftzehrend die vergangenen Jahre waren. Wir beschlossen eine zweimonatige Sommerpause.

Nun haben wir mit neuer Kraft, neuen Ideen und personell neu aufgestellt gestartet. Die Schule wird nicht vor September 2027 beginnen können. Wir erhoffen die baldige Genehmigung seitens des Regierungspräsidiums, sodass wir auf die Suche nach Lehrpersonen gehen können.

IBOP, der Träger der zukünftigen Schule, verfolgt neben der Eine Welt Schule allgemeine pädagogische und kulturelle Ziele. Diese finden nun in den Räumen der Schule statt, die so sinnvoll genutzt werden bis zum Schulstart.

Mit unseren Angeboten wenden wir uns an Schülerinnen und Schüler, die einen eigenen Zugang zu verschiedenen Inhalten brauchen, solche, die mehr Futter wollen und an diejenigen, deren Kreativität sich mit der von anderen verbinden möchte. Das geht von Mathe über Theater, Musik und Philosophie bis zu Schneidern und das Werkeln in der „Hexenküche“. Mit den Älteren und den Erwachsenen gehen wir Fragen unserer Zeit nach – Gesellschaftliche Spaltung, KI, Konsensfindung und weitere. Wir werden in Bälde das ganze Programm darstellen.

Sobald wir die Genehmigung erhalten haben, werden wir wieder stärker mit dem Schulprojekt in die Öffentlichkeit gehen. Gleichzeitig freuen wir uns auch über Menschen, die sich jetzt schon einbringen und mit uns gemeinsam aufbauen wollen. Dafür sind keine besonderen Kenntnisse vonnöten, viel eher braucht es Freude am Gestalten, auf welcher Ebene auch immer.


April 2026 – Warum der Gründungsprozess Zeit braucht:


Der Aufbau unserer Eine-Welt-Schule dauert gefühlt ein halbes Kinderleben;-) Genau deswegen gibt es auch so wenige Initiativen, die am Ende auch starten. Es braucht Entwicklung. Und die braucht Zeit.

Ein zentraler Teil dieses Prozesses ist für uns die Auseinandersetzung mit den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen für Schulgründungen in Baden-Württemberg. Anders als oft angenommen, gibt es kein zusammenfassendes Dokument, das den Rahmen klar vorgibt. Die Anforderungen müssen aus verschiedenen Gesetzen und Vorgaben erschlossen und in eine tragfähige Struktur übersetzt werden.

Im ersten Schritt sind wir mit einem umfassenden Konzept gestartet, das einen Gemeinschaftsschulverbund mit Grundschule vorsah. Im Laufe des Genehmigungsprozesses wurde deutlich, dass insbesondere die Anforderungen an die Gemeinschaftsschule eine klare strukturelle Ausrichtung erfordern.

Daraufhin haben wir unser Modell bewusst fokussiert. Wir planen den Start mit den Klassenstufen 5 und 6 – als jahrgangsübergreifendes System. Nicht, weil wir kleiner denken, sondern weil wir eine stabile Grundlage schaffen. Die Grundschule bleibt Teil unserer langfristigen Perspektive.

Ein weiterer Teil des Prozesses ist die Finanzierung. Seit 2021 sind bereits über 80.000 € in den Aufbau geflossen – in Räume, Infrastruktur, Angebote, Dienstleistungen und die Entwicklung des Lernortes. Gleichzeitig erleben wir aktuell etwas sehr Nachvollziehbares: Viele Menschen möchten unterstützen – und sagen zugleich, dass sie größere Beiträge leisten, sobald die Genehmigung vorliegt. Das verstehen wir.

Deshalb arbeiten wir parallel an beiden Grundlagen:

an einer genehmigungsfähigen Struktur – und an einer tragfähigen Finanzierung.

So entsteht Schritt für Schritt das, was es braucht: eine Schule, die nicht nur gedacht ist, sondern im Alltag trägt. Wenn wir eines am besten können, dann den Glauben nicht verlieren an das, was geboren werden will – auch wenn es eine Menge Nerven, Entwicklung, Geld und Zeit in Anspruch nimmt. Es wird zurück fließen. Das wissen wir. Danke an euch alle, fürs Dabeisein, Teilsein und Mitmachen.