Eltern sind ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft.
Die Entwicklung eines Kindes gelingt am besten, wenn Schule und Familie vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Eltern unterstützen die Schule unter anderem durch:
regelmäßigen Austausch über Lernentwicklung
Teilnahme an Lernentwicklungsgesprächen
Mitwirkung bei schulischen Veranstaltungen oder Projekten.
Gleichzeitig bleibt die pädagogische Verantwortung für den schulischen Alltag bei den Lernbegleiter*innen.
Die Schule versteht sich als Gemeinschaft, in der alle Beteiligten Verantwortung tragen, jedoch jeweils in ihrer eigenen Rolle.

Lernen bedeutet mehr als Wissen aufnehmen
Die Eine-Welt-Schule versteht Lernen als einen Prozess, in dem Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entdecken und entwickeln.
Neben fachlichen Kompetenzen spielen zentrale Zukunftskompetenzen eine wichtige Rolle:
Diese Kompetenzen entstehen nicht allein durch Wissensvermittlung.
Sie entstehen durch Erfahrung, Reflexion und gemeinsames Handeln.
Fach-Inputs
Fach-Inputs sind konzentrierte Lernphasen, in denen zentrale fachliche Inhalte vermittelt werden.
Sie geben den Schülerinnen und Schülern das Wissen und die Werkzeuge, die sie anschließend in Projekten, Übungen und eigenständigen Lernphasen anwenden und vertiefen.
So bleiben die fachlichen Grundlagen klar strukturiert, während Lernen gleichzeitig praxisnah und lebendig gestaltet wird.
Projektorientiertes Lernen
Ein zentraler Bestandteil der Schule ist projektorientiertes Lernen.
Fächerübergreifende Projekte verbinden Fachwissen mit realen Fragestellungen aus Gesellschaft, Umwelt und Arbeitswelt.
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Schüler*innen arbeiten dabei
Ein Beispiel ist das schulweite Projekt:
„Zukunftsstadt 2050 – Demokratie 2050“
Hier beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit Fragen wie:
So wird Lernen zu einem Prozess, der Wissen, Verantwortung und Zukunftsdenken miteinander verbindet.
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Individuelle Lernwege
Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen, Interessen und Stärken mit.
Die EWS arbeitet deshalb mit
Diese Formen der Lernbegleitung unterstützen Schüler*innen dabei, ihre eigenen Lernprozesse zu verstehen und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
Das Konzept der Gemeinschaftsschule befindet sich noch im Genehmigungsverfahren. Seit Jahren. Hier läuft ein sehr herausfordernder Verhandlungsprozess mit dem Regierungspräsidium. Wir haben gelernt: Die Genehmigungsfähigkeit des pädagogischen Konzeptes hängt vielmehr vom Durchhaltevermögen und der Fähigkeit ab, anzuerkennen und schriftlich umzusetzen, was nicht verhandelbar ist. Der Handlungsspielraum für eine innovative Bildungskultur bleibt davon unberührt. Bei privaten Gründungsinitiativen ist die staatliche Anerkennung erst nach drei Jahren möglich. Wir setzen nicht nur den aktuellen Bildungsplan um. Auch die Global Goals der UNESCO sind Teil des Gesamtkonzeptes. Die staatliche Anerkennung ist uns genau so wichtig wie der BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung). Unser Ziel: Das Öffnen von Bildung hin zum Menschen innerhalb des realen Spannungsfeldes von Vorgaben und Freiheiten.
Der Schulträger ist:
IBOP gUG (Institut für Bildungsforschung, Organisationsentwicklung und Permagogik) mit Sitz in Freiburg.
Das IBOP verzahnt den Bildungsalltag der Eine-Welt-Schule mit unterschiedlichen Forschungsinteressen zum Thema Bildung und Organisationsaufbau. Es entsteht ein intern und extern lernendes Netzwerk.
Ja, dies ist möglich. Die Schule unterstützt ihre Schüler*innen bei den Vorbereitungen auf diesen Wechsel, in Absprache mit den Eltern.
An der Eine-Welt-Schule arbeiten wir mit Kompetenz-Rückmeldung. Eine Übersetzung in Noten für eine neue Schule ist grundsätzlich möglich.
Ob Ansätze von Rebecca Wild, Maria Montessori, Rudolf Steiner, etc., alles was sich bewährt, hat Raum. Im Zentrum stehen nicht Ideale und Theorien, sondern die authentische Lernkultur, in der sich Kinder und Erwachsene ernst nehmen und zwischenmenschlichen Herausforderungen auch mit Humor und Leichtigkeit begegnen können.
Neben ausgebildeten Lehrer*innen und unterschiedlichen Pädagog*innen dürfen gezielt „Expert*innen“ von Außen hinzugezogen werden. Bildung lebt von unterschiedlichen Erfahrungen, Menschen und Perspektiven.
Die Schüler*innen tragen an der EWS eine hohe Mit-Verantwortung für ihre Lernwege. Dies tun Kinder bereits bevor sie in die Schule kommen.
Je genauer die Vorstellung der Erwachsenen, desto geringer wird die Verantwortungsbereitschaft des Kindes. Dies ist von der Natur so angelegt, vielleicht zum Schutz der Individualität. Was besser funktioniert: Kinder ernst nehmen und ihnen etwas zutrauen. Freiräume klar definieren und strukturieren. Die Beweglichkeit finden die Kinder im Inhalt, in Kooperationen und dem Raum, wo Mitgestaltung immer möglich ist. So wollen wir allen Schüler*innen ihre natürliche Lernmotivation erhalten.

In den unteren Klassenstufen verzichtet die EWS bewusst auf Ziffernnoten.
Der Fokus liegt auf der individuellen Lernentwicklung.
Stattdessen arbeitet ihr mit kompetenzorientierter Leistungsrückmeldung:
Kompetenzraster (G/M/E-Niveau)
Lernentwicklungsberichte
Portfolioarbeit
Lerntagebücher / Reflexionshefte
Lernentwicklungsgespräche
Peer- und Selbstreflexion
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Das Ziel dabei:
Lernprozesse sichtbar machen
Fortschritte transparent machen
Selbstreflexion fördern
individuelle Entwicklung begleiten.
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Die Rückmeldung ist also beschreibend und entwicklungsorientiert, nicht vergleichend.
Leistung wird – zum Zweck der Orientierung – durchaus bewertet – nur anders.
Zum Beispiel im Projektlernen:
Bewertet werden u.a.:
fachliche Auseinandersetzung
Planung und Durchführung von Arbeitsprozessen
Teamfähigkeit
Präsentationen und Produkte
Selbstreflexion und Peer-Feedback
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Diese Ergebnisse fließen in die Lernentwicklungsberichte ein.
Mindestens zweimal im Jahr finden Lernentwicklungsgespräche statt.
Dort werden gemeinsam reflektiert:
Kompetenzentwicklung
Portfolioarbeit
Lernfortschritte
neue Lernziele.
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Das ersetzt in dieser Phase klassische Zeugnislogik.
Ab Klasse 9 werden normale Schulnoten eingeführt.
Dann gilt:
Ziffernnoten in allen Fächern
zusätzlich Kopfnoten für Arbeits- und Sozialverhalten.
Gesamtkonzept GMS EWS – IBOP-20…
Die Bewertung orientiert sich dann an der Notenbildungsverordnung Baden-Württemberg.
Damit der Übergang nicht hart ist, passiert in Klasse 8 eine Vorbereitung:
Übungsarbeiten mit Noten
erste Notenrückmeldungen
transparente Vorbereitung auf Klasse 9.
Allgemeiner Umgang mit Noten: Noten sind das was sie sind. Ihre Aussage wird klar besprochen. Eine Note sagt aus, wie ein Kind in einem konkreten Moment, konkrete Aufgaben gelöst hat. Was eine Note niemals aussagt: Wer Du bist, was Du kannst und wie gut Du in etwas sein kannst.

Ja.
Die Schülerinnen und Schüler gehören an der Eine-Welt-Schule festen Lerngruppen bzw. Jahrgangsgruppen an. Kein klassisches Schulklassenformat.
Diese Gruppen bilden den sozialen Rahmen des Schulalltags. Hier entstehen Beziehungen, Gemeinschaft und ein verlässlicher Orientierungspunkt für die Kinder und Jugendlichen.
Innerhalb dieses Rahmens arbeiten die Schülerinnen und Schüler jedoch in unterschiedlichen Lernformaten:
Fach-Inputs können jahrgangsbezogen oder niveaudifferenziert stattfinden.
Projektphasen werden teilweise in gemischten Gruppen organisiert.
Individuelle Lernzeiten ermöglichen eigenständiges Arbeiten am persönlichen Lernstand.
So verbindet die Schule zwei wichtige Elemente:
stabile soziale Gruppen, die Sicherheit und Zugehörigkeit geben
flexible Lernformate, die individuelle Lernwege ermöglichen.
Die Lerngruppe bleibt dabei der zentrale Bezugspunkt für die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag.

Der Schulalltag an der Eine-Welt-Schule ist als Ganztagsschule rhythmisch aufgebaut.
Der Tag verbindet verschiedene Lernformen, die sich sinnvoll ergänzen:
Fach-Inputs vermitteln zentrale fachliche Inhalte.
Projektphasen ermöglichen fächerübergreifendes, praxisnahes Arbeiten.
Individuelle Lernzeiten geben Raum für eigenständiges Arbeiten und Vertiefung.
Coaching- und Reflexionsphasen unterstützen die persönliche Lernentwicklung.
Diese Struktur sorgt für einen Wechsel aus konzentriertem Arbeiten, gemeinschaftlichem Lernen und eigenständiger Vertiefung.
Der Tagesablauf bietet dabei sowohl klare Orientierung als auch Flexibilität, um auf unterschiedliche Lernprozesse eingehen zu können.

An der Eine-Welt-Schule wird ein großer Teil der Lernzeit bewusst in den Schulalltag integriert.
Durch die Ganztagsstruktur entstehen im Laufe des Tages ausreichend Zeiten für:
individuelles Arbeiten
Übungsphasen
Vertiefung von Lerninhalten.
Hausaufgaben im klassischen Sinne spielen deshalb eine untergeordnete Rolle.
Gelegentlich können Aufgaben zur Vertiefung oder Vorbereitung entstehen. Diese sind jedoch in der Regel so gestaltet, dass sie den Lernprozess sinnvoll unterstützen und nicht zu einer zusätzlichen Belastung am Nachmittag werden.
Überall dort, wo Menschen aufeinander treffen, begegnen wir dem gesamten Spannungsfeld des Lebens. Unangenehme Erfahrungen und Erlebnisse gehören dazu. Die Realität verschwindet nicht einfach, weil wir wegschauen. Im Gegenteil. Sie bleibt wie sie ist. Es geht uns um den höchsten Wert, der unsere Gesellschaft ausmacht: unsere Kinder. Bewusst hinzuschauen und Herausforderungen anzunehmen, ist ein Grundsatz an der Eine-Welt-Schule, den wir gestalten wollen.
Junge Menschen sind Schutzbefohlene. Daher wird die Eine-Welt-Schule ein umfassendes Schutzkonzept mit der Kinderschutzorganisation ECPAT Deutschland e.V. in den Schulalltag integrieren: ecpat