Gründungsteam & Mitarbeiter*innen


Georg Stenger


Mit 72 Jahren genieße ich die Freiheit, mich mit den Themen zu beschäftigen, die mich bewegen und die mir wichtig sind.

Stark machen

Mehrere Jahre habe ich sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich als Pädagoge in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung gearbeitet.

Diese Erfahrung konnte ich als Lehrer an einer Beruflichen Schule einbringen, wo ich als Klassenlehrer Jugendliche ohne Schulabschluss zum Hauptschulabschluss begleitete und auch eng mit Förderschulen zusammenarbeitete.

30 Jahre habe ich Schüler*innen der Oberstufe des beruflichen Gymnasiums in den Fächern Deutsch, Geschichte und Ethik zum Abitur geführt.

Meine Schwerpunkte neben den Prüfungsfächern waren Grundkurse in Philosophie und auch Projekte und Seminararbeiten (z.B. „Die Bedeutung der Natur für die frühe Kindheit“).

Auch leitete ich die Theater AG an unserer Schule und erarbeitete mit den Schüler*innen eigene Theaterstücke.

Mit IBOP sehe ich die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche in einer komplizierter werdenden Welt auf ihrem Weg  zu verantwortungsbewussten Menschen zu stärken und zu begleiten.


Melanie Friedrich


Staatlich anerkannte Erzieherin, Diplom-Psychologin, Master in Personal-/Organisationsentwicklung, zertifizierte Body’n’Brain Activity Trainerin. Berufliche und ehrenamtliche Erfahrungen in der Begleitung von Menschen und der Gestaltung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen. Mitgründerin von IBOP, Mutter von drei Kindern und einem „Ziehsohn“.

Was macht uns zu dem Menschen, der wir heute sind?

Welche Erfahrungen prägen uns? Welche Menschen hinterlassen Spuren? Warum wachsen wir an manchen Dingen, während uns andere lange beschäftigen? Warum findet der eine in einer schwierigen Situation neue Wege, während ein anderer daran fast zerbricht? Und was lässt uns neugierig bleiben auf das Leben, auf andere und auf uns selbst?

Solche Fragen begleiten mich schon lange. Beruflich und persönlich. Mein Weg verbindet unterschiedliche Perspektiven. Ich bin Erzieherin, Diplom-Psychologin, habe einen Master in Personal- und Organisationsentwicklung und bin zertifizierte Body’n’Brain Activity Trainerin. Ich bin Mutter von drei Kindern und begleite auch einen jungen Erwachsenen ein Stück auf seinem Weg. Beruflich und ehrenamtlich habe ich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen mit Menschen gearbeitet. Dabei hat mich immer wieder interessiert, was Menschen prägt, bewegt und wachsen lässt.

Auch in meinem eigenen Leben war und bin ich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Dabei habe ich erfahren, dass gerade in ihrer Bewältigung neue Kräfte, Sichtweisen und Wege entstehen können. Nicht, weil Schwieriges automatisch gut wäre, sondern weil wir daran wachsen können, wie wir damit umgehen. Vielleicht fasziniert mich Lernen auch deshalb so sehr. Denn wir lernen immer. Die spannendere Frage ist:

Was lernen wir?

Lernen wir, Erwartungen und Vorstellungen zu erfüllen oder unseren eigenen Fragen zu folgen? Mich begeistert die natürliche Neugier des Menschen. Wissensdurst, manchmal sogar Wissenshunger. Mich interessiert, was diese Neugier lebendig hält und was Menschen brauchen, um weiterzufragen, auszuprobieren und selbst zu entdecken. Dabei geht es mir nicht darum, Menschen zu sagen, wie sie sein sollen. Unsere Sicht auf die Welt ist geprägt von dem, was wir erlebt und gelernt haben. Sie ist nie die einzig mögliche.

Diese Haltung prägt auch meinen eigenen Weg. Ich habe IBOP mitgegründet und die Eine Welt Schule Markgräflerland über Jahre mitgetragen. Dabei habe ich erfahren, dass es nicht immer nur ums Dranbleiben geht. Manchmal braucht es Ausdauer und den Mut, erneut nach einer Lösung zu suchen. Manchmal braucht es einen neuen Weg. Und manchmal bedeutet Weiterentwicklung auch, loszulassen, Verantwortung zu teilen und anderen Raum zu geben.

Für mich gehört dazu, nicht am eigenen Plan und an der eigenen Rolle festzuhalten, sondern immer wieder zu fragen: Was dient der Sache wirklich? Auch Gemeinschaft gehört für mich dazu. Nicht, weil alle gleich denken oder denselben Weg gehen müssen. Sondern weil Menschen einander tragen, herausfordern, neue Perspektiven eröffnen und Vertrauen wachsen lassen können. Worte können viel bedeuten. Aber Haltung zeigt sich für mich vor allem darin, wie wir handeln.

Vielleicht können wir nicht bestimmen, was aus einem Menschen, einer Begegnung oder einer Idee wird. Aber wir können den Nährboden mitgestalten, auf dem etwas wachsen kann: Neugier und Vertrauen, Mut zum eigenen Weg und die Erfahrung, ihn nicht allein gehen zu müssen.

An genau diesem Nährboden möchte ich bei IBOP und in der Eine Welt Schule mitwirken.


Roland Schulze-Schilddorf


25 Jahre Waldorfschullehrer (Klassenlehrer Stufen 1 – 8, Musik), Erfahrungen in der schulischen Selbstverwaltung, seit 2010 neben- und hauptberuflich tätig als Mediator, Coach und Moderator mit Schwerpunkt Konsensmoderation, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Seit ich diesen Satz zum ersten Mal bewusst gehört habe, beschäftigt er mich: Was ist Würde und wie kann sie verletzt werden?

Als junger Erwachsener kam ich über diese Fragen zu der Erkenntnis, dass wir Menschen erst dann vollständig sind, wenn wir bereit sind, aus einem freien Impuls heraus Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen – und dieses Handeln die Autonomie meiner selbst und der Anderen respektiert. So bin ich über das Studium der Soziologie und neueren Geschichte zur Waldorfschule gelangt. Hier fand ich eine Pädagogik, bei der in einem gewissen Rahmen versucht wird, den individuellen heranwachsenden Menschen als solchen zu begreifen und zu unterstützen. Außerdem verwalten sich die Waldorfschulen selbst, ursprünglich mit dem Anspruch, in den Lehrerkonferenzen einen Konsens zu finden. Beides folgte meinen ursprünglichen Fragen, und so übte ich mich darin, diesen Respekt vor der anderen Person finden – und übe noch heute.

Dabei fiel mir auf, dass es in einem bestimmten Rahmen leichter wird, diesen Respekt aufzubringen. Und diesen Rahmen fand ich zunächst in den klassischen Mediationsmethoden. Mithilfe dieser und meinen Kenntnissen, die ich in den Ausbildungen zum Systematischen Coach und zum Moderator erlangt hatte, entwickelte ich nun Methoden, die eine Gruppe bei der Konsensfindung unterstützen. Dabei geht es um die Art und Weise der Fragen, die die individuellen Sichtweisen der Teilnehmenden aufgreift, um daraus gemeinsam eine Lösung zu entwickeln, die den Zuspruch aller erfährt.

An der Eine Welt Schule sehe ich die Möglichkeit, diese Art des Zusammenlebens weiterzuentwickeln, gemeinsam mit offenen und interessierten Menschen, ob groß oder klein, jung oder alt.


Ruth Braunstein


Ursprünglich Realschullehrerin (mit 2. Staatsexamen), langjährige Erfahrung als päd. Beraterin in der Lehreraus- und -fortbildung, Schulentwicklung, Gründungsinitiativen, Montessori-Diplom, 7 Jahre Lehrerin/Schulleiterin an der privaten Montessori-Kinderschule, Bau eines mobilen Montessori-Klassenzimmers mit Malort (Arno Stern), Naturschule, Forscherhaus für Kinder & Co, Coaching, Elternschule.
Mutter von 2 erwachsenen Kindern und bereits begeisterte Großmutter.

Wer bin ich – oder vielleicht besser: Wie bin ich?

Mein Schlüsselerlebnis war mein erster Schultag: Ich war so stolz – ich konnte schon perfekt schreiben, allerdings als Linkshänderin von rechts nach links. Die Lehrerin sagte: „DAS IST FALSCH“ und mir wurde die linke Hand verbunden, damit ich „korrekt“ schreiben lerne.

Von da an wollte ich Schule gestalten und einen Ort kreieren, an dem jedes Kind „richtig“ ist . Nach dem Abitur war ich ein Jahr lang in Neuseeland und lernte eine völlig andere Schulkultur der freien Wahl und Selbstverantwortung kennen. Das hat mich geprägt und in der eigenen Lehrerausbildung und später mein gesamtes Berufsleben bewegt.

So war ich in der Schulentwicklung tätig, Dozentin an der PH Freiburg, Pädagogische Beraterin, aktiv in der Lehreraus- und Fortbildung, habe mein Montessori-Diplom gemacht und war danach 7 Jahre lang Lehrerin und Schulleiterin an unserer selbst gegründeten privaten Montessori-Kinderschule.

In Corona-Zeiten habe ich ein mobiles Montessori-Klassenzimmer mit Malort (nach Arno Stern) gebaut und auf dem Paradiesgrundstück eine Naturschule und Forscherhaus für Kinder&CO entwickelt.

Nun bin ich pensioniert, begeisterte 2fache Großmutter und kann es weiterhin einfach nicht lassen: So bin ich 2023 zum Bildungsnetzwerk IBOP gestoßen und habe mich als Lehrerin bei ihrer Gründungsinitiative <Eine-Welt-Schule> beworben.

HIER finde ich so viel Potential, gemeinsam mit wundervollen KollegInnen Schule der Zukunft zu gestalten und zu einem Unterschied in der Bildungslandschaft beizutragen.

Mir liegen besonders die scheinbar „schwierigen“ Kinder am Herzen. Für sie möchte ich immer noch einen Ort schaffen, wo sich „Lernen wie Atmen“ anfühlt, ein lebenslanger innerer Drang mit bewußter Freude, tief in die eigene Schatzkiste abzutauchen und zu erleben, wie ich mühelos Abstraktes mit dem Kopf begreifen kann, wenn ich es (montessorisch) mit den Händen be-Greife. Darin möchte ich Vorbild sein und Kinder auf ihrem ureigenen Weg begleiten, Eltern unterstützen und LehrerInnen für ganz praktisch umsetzbare Möglichkeiten begeistern, die sie auch in ihrem regulären Unterricht anwenden können (wie z.B. „Bruchrechnen als Abenteuer“ mit Fischertechnik nach Martin Kramer).