Vielfalt verstehen wir als Bereicherung. Das gilt für die Pädagogik wie für die Selbstorganisation der Schule. Verschiedene Blickwinkel helfen in Entscheidungsprozessen, eine nachhaltigere Lösung zu finden. Daher sind grundsätzlich alle Betroffenen eines Themas eingeladen in entsprechenden Arbeitsgruppen mitzuarbeiten und mitzuentscheiden. Wer also Initiative mitbringt, steht in voller Verantwortung. Wer sich zurückhält, gibt der Arbeitsgruppe von Vornherein das OK für deren schlussendliche Entscheidung. In dieser Transparenz und klaren Verantwortungsdelegation braucht es keine „Parkplatzgespräche“ über „die da“.
Ziel eines Entscheidungsprozesses ist bei uns ein Konsens. Der wird durch bestimmte, teils ungewöhnliche methodische Schritte ermöglicht. Dabei geht es darum, die individuellen Sichtweisen zu bündeln und daraus gemeinsam Lösungen zu finden, in denen diese enthalten sind. Das braucht etwas länger als bei einer Mehrheitsentscheidung, die Folgen sind aber erfahrungsgemäß: positive Energie aller Beteiligten, weniger lähmende Konflikte, eine stabile Gemeinschaft, aus der man nicht hinausfliegt, nur weil man andere Gesichtspunkte einbringen möchte – und somit nachhaltige und wirkensmächtige Lösungen. Mittelfristig der Ansatz, der Kraft schenkt und nicht nimmt.
Da bei einem Konsens alle am Prozess Beteiligten ihr „Ja“ geben, können auch Menschen, die keine pädagogische Ausbildung mitbringen, sich auch bei pädagogischen Fragen engagieren. Denn es werden bei diesen Themen immer auch Menschen dabei sein, die über eine solche verfügen. Gleichzeitig ist der Blick von Eltern oft sehr hilfreich für das, was in der Schule geschieht.
Voraussetzung für eine Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe ist grundsätzlich
- Wir sind offen für die angewandten methodischen Schritte.
- Wir begegnen uns auf Augenhöhe – und haben ebendiese Haltung auch gegenüber allen nicht anwesenden Menschen. Das heißt: kein Herabwürdigen, keine Diskriminierungen.
- Parteipolitische Inhalte haben bei uns nichts verloren.
- Wir stehen hinter dem Grundgesetz und der Freiheitlich demokratischen Grundordnung.