April 2026 – Warum der Gründungsprozess Zeit gebraucht hat

Der Aufbau unserer Eine-Welt-Schule dauert gefühlt ein halbes Kinderleben;-) Genau deswegen gibt es auch so wenige Initiativen, die am Ende auch starten. Es braucht Entwicklung. Und die braucht Zeit.

Ein zentraler Teil dieses Prozesses ist für uns die Auseinandersetzung mit den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen für Schulgründungen in Baden-Württemberg. Anders als oft angenommen, gibt es kein zusammenfassendes Dokument, das den Rahmen klar vorgibt. Die Anforderungen müssen aus verschiedenen Gesetzen und Vorgaben erschlossen und in eine tragfähige Struktur übersetzt werden.

Im ersten Schritt sind wir mit einem umfassenden Konzept gestartet, das einen Gemeinschaftsschulverbund mit Grundschule vorsah. Im Laufe des Genehmigungsprozesses wurde deutlich, dass insbesondere die Anforderungen an die Gemeinschaftsschule eine klare strukturelle Ausrichtung erfordern.

Daraufhin haben wir unser Modell bewusst fokussiert.

Wir starten mit den Klassenstufen 5, 6 und 7 – als jahrgangsübergreifendes System.
Nicht, weil wir kleiner denken, sondern weil wir eine stabile Grundlage schaffen.

Die Grundschule bleibt Teil unserer langfristigen Perspektive.
Doch nachhaltige Entwicklung braucht Wurzeln.

Diese Wurzeln setzen wir in der Mitte: dort, wo sich pädagogische Freiheit und gesetzlicher Rahmen konkret verbinden lassen.

Ein weiterer Teil des Prozesses ist die Finanzierung.
Seit 2021 sind bereits über 80.000 € in den Aufbau geflossen – in Räume, Infrastruktur, Angebote, Dienstleistungen und die Entwicklung des Lernortes.

Gleichzeitig erleben wir aktuell etwas sehr Nachvollziehbares:
Viele Menschen möchten unterstützen – und sagen zugleich, dass sie größere Beiträge leisten, sobald die Genehmigung vorliegt.

Das verstehen wir.

Deshalb arbeiten wir parallel an beiden Grundlagen:
an einer genehmigungsfähigen Struktur – und an einer tragfähigen Finanzierung.

So entsteht Schritt für Schritt das, was es braucht:
eine Schule, die nicht nur gedacht ist, sondern im Alltag trägt. Wenn wir eines am besten können, dann den Glauben nicht verlieren, an das, was geboren werden will – auch wenn es eine Menge Nerven, Entwicklung, Geld und Zeit in Anspruch nimmt. Es wird zurück fließen. Das wissen wir. Danke an euch alle, fürs Dabeisein, Teilsein und Mitmachen.